Richtig was los: Am 3. Oktober waren die Römer im Museum lebendig.

Foto: Falk Thiele

Römerhaus strahlt in anderem Licht

Nachtwächter Lukas Baummann und Centurio Gaius führen Besucher durchs Museum

Für 60 Besucher der Führung “Nachts im Römerhaus” wurde der Samstagabend zum besonderen Erlebnis. Als ihnen Nachtwächter Baumann die Türen zum Römerhaus öffnen möchte ahnten Sie, genau wie Baumann selbst, noch nicht was sie erwarten wird. Doch dann ging alles ganz schnell und plötzlich fanden sich die Besucher als Rekruten der römischen Armee im Museum wieder.

Hier lässt sich es leben: Echte Römer im Römerhaus
Hier lässt es sich leben: Echte Römer im Römerhaus

Lukas Baumann (Markus Lorch) und Gaius Sulpicus Vepanus (Stefan Ernst) führten zu “Nachts im Römerhaus” die Besucher durch ein lebendiges Museum voller Leben und “echter” Römer. Was offenbar gut ankam, denn zahlreiche Besucher folgten gespannt den Ausführungen der unterschiedlichen Darsteller. So trafen Gaius, Baumann und die Besucher auf den Hausherrn des alten römischen Gemäuers der sich über den Besuch sichtlich erfreut zeigte und sich der Gruppe anschloss. So begegneten sie dann einem Maurer, Mutter und Tochter, einem Alemannen, dem Soldaten und sogar einem Töpfer. Alle zusammen boten den Besuchern ein lebendiges Bild der Römer und zeigten interessante Einblicke in das Leben von damals. Auch Baumann, der noch ganz neu am Museum zu Arbeiten begonnen hatte lernte die Bewohner “seines” Museums kennen.

Sonntags viel geboten

Übung für die Soldaten damit sie im Kampf nicht schutzlos sind.
Übung für die Soldaten damit sie im Kampf nicht schutzlos sind.

Und auch am Sonntag ließen Sich die Besucher nicht lumpen und nutzten die Gelegenheit das Museum und das ganze “drum rum” in und ums Museum zu besichtigen. Da gab es eine Schreibstube, einen Händler ein Soldatenlager, ein Schuhmacher und eine Webstube. Der Förderverein Dschunke e.V. sorgte mit seinen Mitgliedern fürs leibliche Wohl und bruzelte neben roten Würsten auch nach römischen Rezept zubereitete “Lucanische” Würste.

Im Museum selbst boten die Mitglieder der NBL (Numerus Brittonum) auf der kleinen Bühne ein abwechslungsreiches Programm: Marcus Schaaf zeigte den Gästen bei einer Waffenschau wie die römische Armee ausgerüstet war und Schneiderin Adelheid Futschik kleidete Besucher in römisches Gewand – ganz im Zeichen einer Modenschau. Auch eine Weihezeremonie wurde gleich zu Beginn abgehalten.

Als dann gegen 18 Uhr die Walheimer Museumstage zu ende gingen zeigten sich Veranstalter wie Mitwirkende zufrieden und planan für 2010 bereits eine Fortsetzung von “Nachts im Römerhaus”

(ml)