Römerhaus geschlossen!

Bei einer Überprüfung wurde festgestellt, dass die eingebauten Oberlichter nicht den baulichen Anforderungen entsprechen. Bis zur weiteren Klärung des Sachverhalts bleibt das Museum deshalb aus Sicherheitsgründen ab sofort geschlossen.

Förderverein vor dem Lapidarium in Stuttgart

Foto: Stefan Ernst

Besuch im Lapidarium in Stuttgart

Was wäre Stuttgart ohne Walheim? Mit diesen Worten begann die Führung in der römischen Steinsammlung im neuen Schloss. Und in der Tat, davon dass Walheim zu römischer Zeit im wahrsten Sinne des Wortes steinreich war, zeugen zahlreiche Weihesteine und Götterstatuen.

Das Lapidarium zeigt neben den bedeutenden Walheimer Funden Steindenkmäler aus ganz Baden- Württemberg, die charakteristisch für die Geschichte und Lebensumstände der Römer in Südwestdeutschland sind. Die Funde stammen dabei aus dem 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr.

Der Grundstock der Sammlung wurde dabei von dem Marbacher Gelehrten Simon Studion gelegt, indem er dem württembergischen Herzog Ludwig die ersten sieben Steindenkmäler für seinen Lustgarten schenkte. Darunter befand sich ein berühmter Weihestein aus dem Kastell Benningen, der den Schutzgöttinnen des Exerzierplatzes geweiht war.

Die heutige Sammlung ist dabei in verschiedene thematische Bereiche untergliedert. Eine Abteilung beschäftigt sich mit den Beziehungen der Römer zu den verschiedensten Gottheiten. So finden sich Steine, die auf Grund von Gelübden von Privatpersonen errichtet wurden. Dies konnte die glückliche Heimkehr nach einer Reise sein oder die gesunde Geburt eines Kindes.

Neben religiösen Weihungen finden sich aber auch profane Themen, wie Bauinschriften oder Vertragsabschlüsse. Auch lokale Besonderheiten können im Lapidarium besichtigt werden. So entstand durch das Zusammentreffen der römischen und keltischen Kultur ein ganz eigener Formenschatz, wie die berühmten Jupitergigantensäulen.

Für die kleine Reisegruppe des Fördervereins war somit der Besuch des Lapidariums der ideale Auftakt für die neue Museumssaison. Diese startet am 5. April mit der Eröffnung der Sonderausstellung “Ton+Technik”. Durch die Ausstellung führt Dr. Martin Kemkes vom Landesmuseum. Beginn der Veranstaltung ist 19.00 Uhr.

Die reguläre Saison startet dann schon einen Tag später. Der Römerhaus ist dann wieder samstags von 14- 18 Uhr und sonn- und feiertags von 10- 18 Uhr geöffnet. Das Kassendienst-Team kann sich ab sofort wieder in die entsprechenden Listen eintragen.

Der Förderverein Römerhaus wünscht allen Lesern Frohe Ostern!