Römerhaus geschlossen!

Bei einer Überprüfung wurde festgestellt, dass die eingebauten Oberlichter nicht den baulichen Anforderungen entsprechen. Bis zur weiteren Klärung des Sachverhalts bleibt das Museum deshalb aus Sicherheitsgründen ab sofort geschlossen.

Der Limes entsteht

Größere militärische Aktionen auf germanischem Gebiet erfolgten erst wieder unter Kaiser Claudius. Dabei stießen römische Truppen an die Donau vor. Später ließ Vespasian eine Straße zwischen Offenburg am Rhein und Tuttlingen an der Donau bauen. Damit konnten römische Truppen schneller zwischen Britannien und und den östlichen Provinzen entlang der Donau verschoben werden. Der Umweg über das Rheinknie entfile. Durch dieses neubesetzte Gebiet ragten germanische Gebiete nun nicht mehr wie ein Keil zwischen Rhein und Donau auf römisches hinein.

Gesamtplan der römischen Siedlung Walheim

Erste Grenzbefestigungen entstanden im Gebiet der Chatten. Nach dem Sieg Domitians 83 n.Chr. markierte eine 177 km lange Schneise die Grenze des Imperiums in der heutigen Wetterau und dem Taunus. In unserem Gebiet, wohl unm das Jahr 100 n.Chr. entstand unter Kaiser Trajan der sogenannte “Neckarlimes”. Dieser wurde durch eine Reihe von Kastellen geschützt. Walheim war eines dieser Kastelle am Neckar. Mit dem Odenwaldlimes wurde zudem noch das letzte Stück zwischen Main und Neckar gescholssen. Die Schneisen wurden dort nun von hölzernen Wachtürmen überwacht und um 120 n.Chr. entstand als erstes Annäherunshindernis eine Palisade.

40 Jahre später wurde der Neckarlimes aufgegeben. Ein neuer Limes ca. 30 km östlich, entlang der Linie Miltenberg, Welzheim und Lorch entstand. Die walheimer Kohorte wurde nach Mainhardt verlegt. Der obergermanische Limes bestand nun aus steinernen Türmen, einer Palisade und einem Wallgraben. Dies sollte die Grenze der Römer in Germanien bis 260 n.Chr. bleiben.